
Isaac Albeniz (1860-1909)
Isaac Albeniz gehört, neben seinem Zeitgenossen Enrique Granados, zu den herausragenden
Namen der spanischen Musikszene, die der Generation von Manuel de Falla und
Joaquin Rodrigo vorausgeht.
Bei der im Jahre 1888 zunächst als Klavierfassung entstandenen Suite Espagnola
ließ sich Albeniz vom landschaftlichen und kulturellen Charakter verschiedener
spanischer Städte und Provinzen inspirieren.
Anonymus
Das Werk zeigt, was aus einer einfachen, aber markanten Melodie gemacht werden kann.
Das Thema, gespielt wie eine irische Volksmelodie, wird rhythmisch und melodisch variiert.
Das liedhafte diatonische Thema wird über einer chromatisch absteigenden Basslinie exponiert
und dann in sieben deutlich voneinander abgehobenen Variationen durchgeführt.
Opulente Klänge mit dissonanten, aber auch harmonisch gewaltigen Stellen stehen neben ganz schlichten,
nostalgisch anmutenden Melodien.
Die Variationen sind in Ausdruck und instrumentaler Farbe deutlich voneinander abgesetzt.
Assoziationen mit Filmmusiken sind durchaus möglich.
Alexander Arutjunjan (*1920)
Alexander Arutjunjan, ein in Armenien geborener russischer Komponist,
komponierte sein Trompetenkonzert im Jahre 1950.
Die Musik des einsätzigen Werkes ist überwiegend von armenischen
Volksliedern und -sagen inspiriert.
Jens Jourdan, gebürtiger Darmstädter, begann das Trompetenspiel
im Alter von 15 Jahren. Seine besondere Vorliebe gilt dem Jazz, den er als Mitglied mehrerer regional
bekannter Big-Bands, besonders aber als zweiter Trompeter im Landesjugend-Jazz-Orchester Hessen, pflegte.
1986 begann er Studien in den Fächern Orchestermusik und Musiklehre an der
Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim bei Prof. Kurt Nagel.
Nach deren Abschluß folgte ein künstlerisches Aufbaustudium im
Fach Naturtrompete an der Scola Cantorum Basiliensis bei Edward H. Tarr und
mehrere Kurse bei international bekannten Meistern, unter anderem auch
bei Timofei Dokschidser, dem Arutjunjan sein Trompetenkonzert widmete
und der bei der Uraufführung den Trompetenpart übernahm.
nach oben
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Johann Sebastian Bach wurde 1685 in Eisenach als Sproß einer über ganz Mitteldeutschland verbreiteten Musikerfamilie geboren. Erzogen und unterrichtet wurde er von seinem Bruder Johann Christoph in Ohrdruf, weiteren Unterricht erhielt er in Lüneburg. Nach seiner ersten Stellung als Geiger in Weimar wurde er 1703 Organist in Arnstadt und vier Jahre später Organist in Mühlhausen (Thüringen). Seit 1708 Hoforganist und Kammermusikus in Weimar, von 1717 bis 1723 anhaltinischer Kapellmeister und Kammermusikdirektor in Köthen, wurde er 1723 schließlich Thomaskantor in Leipzig, wo er 1750 starb. Bach – von Beethoven einmal als „Urvater der Harmonie“ bezeichnet – gilt in der Musikgeschichte als der größte Meister des Abendlandes, der – abgesehen von der Oper – auf jedem Gebiet der Musik Unvergängliches geschaffen hat.
Die 1721 fertiggestellten sechs Konzerte, die Bach während seiner Köthener Zeit schrieb, waren eine Auftragskomposition des Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Erst Philipp Spitta steuerte in seiner Bach-Biographie 1873 den populären Namen Brandenburgische Konzerte bei. Ursprünglich als höfische Unterhaltungsmusik gedacht, sind die Konzerte durch eine äußerst reizvolle Verbindung von künstlerischer Strenge und spielerischer Heiterkeit charakterisiert. Das Konzertieren, also das „Wetteifern“, findet darin zwischen gleichberechtigten, oft auch gleich stark besetzten, Klanggruppen statt – so auch beim dritten der Brandenburgischen Konzerte, in dessen musikalischem Verlauf sich ein ständiges Pulsieren und Changieren ergibt. Der erste Satz, der zu den bedeutendsten Schöpfungen Bachs zählt, enthält als Thema einen der spannungsreichsten Einfälle des Komponisten, der in seinen Werken noch häufiger wiederkehrt. Anstelle des langsamen Satzes leiten anschließend zwei Adagio-Akkorde zum schwungvollen Schlußsatz über, der sich durch seinen übersichtlichen Rondo-Aufbau, kontrapunktische Satzkunst und heitere Musizierlaune auszeichnet.
Samuel Barber (1910-1981)
Bei der Urfassung des Adagio für Streicher handelt es sich um Samuel Barbers
erstes Streichquartett, für das der Komponist eine Orchesterfassung erstellte.
Anlässlich der 1938 unter Arturo Toscanini erfolgten Uraufführung des Werkes
schrieb die englische Musikkritikerin Wilfrid Mellers: "Der überwältigende
Eindruck des Adagios entspringt seinem musikalischen Reichtum.
Die subtile Sentimentalität des Stückes ist ansprechend, weil sie von Herzen kommt."
Zbigniew Bargielski (*1937)
Zbigniew Bargielski ist Komponist und Musikpädagoge und wurde am 21.01.1937 in Lomza/Polen geboren.
1953 machte er Abitur am Gymnasium von Lublin und studierte von 1946 bis 1957 am dortigen Konservatorium Klavier.
Gleichzeitig absolvierte er von 1954 bis 1957 an der Universität in Lublin ein Jurastudium.
1958 bis 1962 studierte er an der Musikhochschule in Warschau Klavier und Komposition
und wechselte 1963 wegen kritischer Reden als Studentenvertreter an die Musikhochschule Kattowitz,
an der er Komposition studierte und 1964 sein Diplom machte.
Er erhielt ein Stipendium der französischen Regierung und konnte somit 1966/67 bei Nadja Boulanger in Paris seine Studien ergänzen. 1967 bis1970 war er Präsident des Verbandes Junger Polnischer Komponisten,
Kritiker und Publizist in führenden polnischen Fach- und Kulturzeitungen
sowie mehrere Jahre Sekretär des Polnischen Komponisten-Vereins.
1964 bis 1970 arbeitete er zusammen mit dem Puppentheater Warschau und ab 1977 wirkte er als Hochschullehrer
(Tonsatz, Kontrapunkt, Instrumentation, Musikgeschichte) an der Musikhochschule Bromberg
und als Klavierlehrer an der Musikschule Bruck/Mur.
Er gewann verschiedene Kompositionswettbewerbe und schrieb Auftragskompositionen
unter anderem für die Wiener Konzerthausgesellschaft, das Bundesministerium für Unterricht und Kunst,
den Polnischen Rundfunk, das Hugo-Wolf-Quartett und das Alban-Berg-Quartett.
Die Grazer Variationen für Akkordeonorchester sind ein Werk über ein Thema von Händel
und wurden 1987 als Kompositionsauftrag für das Grazer Akkordeonorchester „Akkordiana“ geschrieben,
daher der Titel der Komposition.
Das Werk besteht aus einem Thema von Georg Friedrich Händel und 22 Variationen
und bietet eine abwechslungsreiche Tonsprache, die den Zuhörer sowohl mit traditionellen als auch mit moderneren Klangmitteln fesselt. Die ersten Variationen sind mehr tonal geschrieben, die folgenden immer mehr harmonisch ausgebaut. Schön ist zu verfolgen, wie Kraft und Energie sich bis zum Finale steigern und dort entladen.
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Ludwig van Beethoven war ein Komponist der klassisch-romantischen Periode.
Im Jahr 1801 schrieb er die Ouvertüre zum Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus", op. 43, in 2 Sätzen
(Adagio - Allegro molto con brio) für Orchester in folgender Besetzung:
2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Bass.
In den Sagen des griechischen Altertums wird Prometheus als mythischer Rebell
gegen die Feindseligkeit der Götter und als Wohltäter der Menschheit geschildert.
Zur Zeit Beethovens sah man in Prometheus den rebellischen Künstler, was dem Charakter des Komponisten sehr nahe kam.
Der Begriff des Prometheischen stand und steht für die Kräfte der Natur,
die das individuelle Gstaltungs- und Vorstellungsvermögen übersteigen.
Das war in alten Zeiten das Feuer, in unserer Zeit sind die Kräfte der Technik, heute etwa der Datenfluss in den Computernetzen.
Leonard Bernstein (1918-1990)
Leonard Bernstein studierte bei Walter Piston an der Harvard University und am
Curtis Institute in Philadelphia bei Randall Thompson Komposition und bei Fritz Reiner
Dirigieren. Danach machte Karriere als Pianist und Dirigent, bevor er 1956 zum
New York Philharmonic Orchestra kam, dessen Chefdirigent er später wurde.
Neben seiner Dirigententätigkeit, die ihn in alle Welt führte,
schrieb er zahlreiche Chorwerke, Messen, Sinfonien mit religiös-programmatischer Bindung
und fünf Musicals, von denen Westside Story den größten Bekanntheitsgrad
erlangte. Darüber hinaus machte sich Bernstein vor allem auf musikpädagogischem
Gebiet einen Namen und trug durch sein Eintreten für die Werke Gustav Mahlers
mit dazu bei, dass dessen Sinfonien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
eine Renaissance erfuhren.
Im Jahre 1956 komponierte Bernstein das auch als "Komische Oper" bezeichnete Musical
Candide, das wegen seiner philosophischen Gedankentiefe die Popularität der
Westside Story nicht ganz erreichte, obgleich es der ein Jahr später
entstandenen Komposition musikalisch in nichts nachsteht. Dies wird schon an der
fulminanten Ouvertüre deutlich, in der sich jugendlicher Übermut,
musikalischer Witz und lyrische Momente zu einem geschlossenen Ganzen vereinen.
Johannes Brahms (1833–1897)
Johannes Brahms war ein deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, dessen Kompositionen man der Romantik zuordnet.
Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Im Sommer des Jahres 1873 schrieb Johannes Brahms in Tutzing am Starnberger See die „Variationen über ein Thema von Joseph Haydn“.
Brahms hatte das Thema drei Jahre vorher im zweiten Satz eines Bläser-Divertimentos, das Joseph Haydn zugeschrieben wird, entdeckt. Seine Überschrift „Chorale St. Antoni“ verweist auf ein altes, aus der Gegend um Eisenstadt stammendes Wallfahrerlied.
Aus dieser Vorlage hat Johannes Brahms für das „Thema“ die charakteristische Klangfarbe der Bläser übernommen.
Es folgen acht kunstvoll gearbeitete Variationen und ein großartiges Finale, das nach Art einer Passacaglia in sich nochmals variiert ist. Brahms prägt den choralartigen Charakter des Themas in sehr persönlicher Weise
und breitet eine Fülle modischer Einfälle von ungewöhnlicher Schönheit aus.
Die einzelnen Variationen sind so verschieden und selbständig, dass ihre Beziehung zum Grundthema nur gelegentlich durchklingt.
Die Uraufführung unter der Leitung des Komponisten fand im November 1873 in Wien
im Großen Saal der Gesellschaft der Musikfreunde statt.
Inzwischen gilt es aber als unsicher, ob das Thema auch wirklich von Haydn stammt.
Johannes Brahms (1833–1897)
Johannes Brahms, Sohn eines Kontrabassisten, erhielt seinen ersten Musikunterricht vom Vater, danach von Marxen (Tanzmusikspiel und Komposition). Bereits als 20jähriger wurde er durch einen Aufsatz von Robert Schumann allgemein bekannt, der das „ganz genialische Spiel“ von Brahms, „das aus dem Clavier ein Orchester von wehklagenden und laut jubelnden Stimmen machte“, bewunderte. 1857 bis 1859 arbeitete er als Chordirigent und Klavierlehrer am Detmolder Hof, 1859 gründete er einen Frauenchor in Hamburg. Von 1871 bis 1874 war er als Leiter der Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien tätig, das seit 1863 seine Wahlheimat geworden war. Danach lebte er als freischaffender Komponist. Als Vertreter der „absoluten“ Musik setzte sich Brahms von der Programmusik eines Franz Liszt oder Richard Wagner deutlich ab. Außer für die Bühne („lieber heiraten, als eine Oper schreiben“), schuf er Werke auf allen musikalischen Gebieten – so komponierte er vier Sinfonien, Konzerte, geistliche Werke, Klavier- und Chormusik sowie kammermusikalische Werke.
Zu den populärsten Klavierwerken des Komponisten zählen seine insgesamt 21 ungarischen Tänze, die 1869 und 1880 im Druck erschienen. „Die ungarischen Amethyste und Topase“, schwärmte seinerzeit der Brahms-Anhänger Max Kalbeck, „wären bunte Kiesel geblieben, wenn Brahms sie nicht geschliffen und gefaßt hätte.“ Die improvisatorischen Elemente der ungarischen Musik, wie sie sich zum Beispiel in Liszts ungarischen Rhapsodien so faszinierend kundtun, fehlen in den ungarischen Tänzen allerdings gänzlich. Demgegenüber erfüllt Brahms jedoch in mustergültiger Weise das Gesetz der Form, indem er das urtümliche Melos in das strenge Maß der Periodik zwingt und die zigeunerische Glut der Musik in den Klang des klassisch-romantischen Klaviersatzes einbindet. Auf Drängen seines Verlegers Simrock bearbeitete Brahms 1873/74 drei seiner Tänze für großes Orchester. Eine Reihe weiterer Tänze wurde später von fremden Bearbeitern herausgegeben.
nach oben
Claude Debussy (1862-1918)
Claude Achille Debussy gilt als Begründer des musikalischen Impressionismus.
Bereits im Alter von zehn Jahren besuchte er das Pariser Konservatorium, wo er bei
Marmontel Klavier, Guiraud Komposition und bei Lavignac Musiktheorie studierte.
Zu seinen Lehrern zählten später auch Jules Massenet und kurzzeitig Cesar Franck.
Aufgrund der energischen Fürsprache von Charles Gounod erhielt Debussy 1884 den Rom-Preis.
In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts besuchte er mehrmals Bayreuth,
wandte sich jedoch in der Folgezeit von Wagners Musik und der damit verbundenen Philosophie ab.
So gelangte Debussy schließlich zu einem Kompositionsstil, der sich durch eine freie,
nicht mehr dur-moll-tonal bestimmte Harmonik, stimmungsmalerische Atmosphäre
sowie durch eine lichte, transparente Instrumentation auszeichnet. In der Klaviermusik
führte Debussy parallele Akkordfolgen ein, verwendete Ganztonleitern und bitonale
Harmonien. Sein musikalisches Schaffen reicht von Orchester- über Klaviermusik bis
hin zu Oper und Ballett. 1918 erlag Debussy in Paris einem Krebsleiden.
Die drei Klavierstücke aus den in den Jahren 1909 und 1910 entstandenen Preludes,
Heft 1, geben jeweils charakteristische Stimmungseindrücke ganz unterschiedlicher
Begebenheiten wieder: Das sein Lied singende Mädchen mit dem Flachshaar,
den ebenso neckischen wie wilden Tanz des Puck und die vergangene Größe
einer versunkenen Kathedrale.
Fritz Dobler (*1927)
Fritz Dobler war von 1942 bis 1944 Schüler der Städtischen Musikschule Trossingen.
In den Jahren 1958 bis 1965 absolvierte er eine Dirigentenausbildung an der Hochschule für Musik in Stuttgart.
Von 1947 bis 1971 wirkte er als Akkordeon- und Kompositionslehrer an der Städtischen Musikschule Trossingen
und ab 1971 war er Leiter der Jugendmusikschule in Singen.
Seiner Ernennung zum Bundesdirigenten des DHV (Deutscher Harmonika Verband) folgen weitere bedeutende Auszeichnungen:
1989 die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für sein Engagement als Komponist für das Laienmusizieren
und 1993 die Verleihung der Hugo-Hermann-Medaille des DALV (Deutscher Akkordeon-Lehrer-Verband),
dessen Vorstand er zwanzig Jahre lang angehörte.
Eine beinah romantische Geschichte erzählt Fritz Dobler in dieser "Ballade", allerdings nicht mit Worten.
Er denkt in Tönen, auch wenn es so episch breit erzählend zugeht,
die "Wort"-Geschichte soll dazu im Kopf des Hörers von selbst dazu entstehen.
Natürlich wird dieser nicht beim ersten Mal bemerken, wie kompliziert, ja raffiniert auch dieses Werk gebaut ist.
Wichtig ist vielleicht zu wisen, dass die ganze, doch recht umfangreiche Komposition immer wieder aus denselben
Motiven und Tonfolgen aufgebaut ist, entspannt und romantisch ja - aber in einem konsequent durchkomponierten Rahmen.
So begleitet beispielsweise das den Anfang bestimmende Motiv die Melodie des Hauptteils als Ostinato
und harmonische Untermalung, allerdings im 2/4-Rhythmus gegen den 3/4-Takt der Melodie...
Nach einem langsamen Mittelteil, balladenhaft verträumt, kehrt auch im Finale zuverlässig das Anfangsmotiv zurück,
den Schlusspunkt im Forte setzend.
Fritz Dobler (*1927)
Fritz Dobler, 1927 in Singen (Hohentwiel) geboren, studierte bereits als 15jähriger Musik an der Städtischen Musikschule Trossingen, dem heutigen Hohner-Konservatorium. Zu seinen Lehrern gehörten Hugo Herrmann, Hermann Schittenhelm, Ly Braun und Franz Krieg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft wurde Dobler 1947 in Trossingen Lehrer für Solo-Akkordeon, Tonsatz, Improvisation und Dirigieren, darüber hinaus Leiter des Trossinger Seminarorchesters (des späteren Orchesters des Hohner-Konservatoriums). Neben Rudolf Würthner gehörte Dobler zu den ersten Interpreten, die Akkordeon-Solokonzerte mit Originalkompositionen sowie Transkriptionen der Vorklassik – vor allem J. S. Bach – aufführten. Im Jahre 1949 wurde er in Konstanz erster Deutscher Akkordeonmeister, von 1958 bis 1963 absolvierte er an der Staatlichen Musikschule Stuttgart ein Kapellmeisterstudium (Hauptfach Dirigieren). Als Gastdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz sowie als Bundesdirigent des Deutschen Harmonika-Verbandes gilt Dobler seit Jahrzehnten als einer der einflußreichsten Komponisten für Akkordeonorchester. Das Landesakkordeonorchester Hessen dirigierte er in der Konzertsaison 1997/98.
Die 1957 entstandene Komposition besteht aus zwei Sätzen. Im ersten wird die Idylle der slawischen Landschaft beschworen, in der ein Hirte auf seiner Flöte eine reich verzierte Melodie bläst. Diese ist harmonisch zwischen E-dur und E-mixolydisch angelegt, wodurch beim Zuhörer östliche Gegenden assoziiert werden. Dieser erste Satz ist dreiteilig aufgebaut: Nach der Einleitung hört man einen deftigen Bauerntanz in A-Dur, der beständig mit rhythmisch „falschen“ Quintbässen begleitet wird. Nach der Wiederholung des Flötenthemas geht es ohne Unterbrechung (attacca) in den zweiten Satz über, einem schnellen und schwungvollen Tanz im Zweiertakt, der mit insgesamt sechs verschiedenen Themen ausgestattet ist und in ein furioses Finale mündet.
Fritz Dobler (*1927)
In der bereits 1979 von Willi Münch bearbeiteten und eingespielten Komposition
für "Akkordeonorchester, elektronische Instrumente und Schlagwerk" verarbeitet
Dobler musikalisch äußerst kunstvoll in vielen Spielarten (Varianten) das
Thema eines fränkischen Drehers, eines Rundtanzes im 3/4- oder 3/8-Takt.
Fritz Dobler (*1927)
Fritz Dobler gilt seit vielen Jahren als einer der bedeutendsten Komponisten für
Akkordeonorchester. Als Dirigent leitete er das LAOH in der Konzertsaison 1997/98.
Antonin Dvorak (1841-1904)
Antonin Dvorak verdiente sich seinen Lebensunterhalt zunächst als Organist
sowie als Geiger in Prag. 1862 wurde er Bratschist am Nationaltheater, wo er Franz Liszt
und Richard Wagner als Dirigenten erlebte. Entscheidende Anregung und Förderung
erhielt er von Johannes Brahms, der Dvoraks Musik vor allem wegen ihrer reichen Melodik
und schier unerschöpflichen Erfindungsgabe bewunderte: "Ich möchte vor Neid
aus der Haut fahren über das, was dem Menschen so ganz nebenbei einfällt",
bekannte jener einmal. Durch die kompositorische Verschmelzung klassisch-romantischer
Prinzipien mit Elementen heimischer Folklore gilt Dvorak neben Friedrich Smetana als
Begründer der neueren national-tschechischen Musik. 1892 wurde er Direktor des
New Yorker Konservatoriums, später auch Leiter des Konservatoriums in Prag.
Dvorak komponierte neun Sinfonien (darunter die berühmte Sinfonie
Aus der neuen Welt), Ouvertüren, Slawische Tänze und Rhapsodien,
darüber hinaus Klavier- und Kammermusik, ein Violin- und ein Cellokonzert sowie
etliche Opern.
In nur 12 Tagen komponierte Dvorak im Mai 1875 seine Serenade für Streichorchester
in E-Dur, deren formaler Aufbau sich an den klassischen Vorbildern dieser
Gattung aus dem 18. Jahrhundert orientiert. Was Melodik, Harmonik und Instrumentation
anbelangt, ist die Komposition jedoch ein typisches Kind ihrer Zeit. Nach dem hochexpressiven
Kopfsatz und einem Larghetto - beide nach einem weiträumigen A-B-A-Schema
aufgebaut - schließt das Werk mit einem Finale in einer freien Sonatenform,
welches das erste Thema des Kopfsatzes wieder aufnimmt.
nach oben
Ernst Fischer (1900-1975)
Der gebürtige Magdeburger Ernst Fischer studierte bereits mit 16 Jahren Komposition und
Kontrapunkt in Frankfurt am Main, von 1919 an zudem Klavier bei Rudolf Maria Breithaupt
in Berlin. Während er in seiner anschließenden Tätigkeit als
Konzertpianist sich zunächst in der Komposition atonaler Kammermusikwerke versuchte,
hatte "fast unbemerkt", so Fischer später, "die leichte Muse schon zu ihrer
entscheidenden Offensive angesetzt". In der Folgezeit wurde Fischer zu einem der
gefragtesten Rundfunkkomponisten und nach dem zweiten Weltkrieg freier Mitarbeiter beim
NWDR in Köln. In all diesen Jahren komponierte er eine Vielzahl von Suiten,
Märschen, Walzern, Chor- und Filmmusiken, was ihn zu einem der frühen und
führenden Repräsentanten der konzertanten, gehobenen Unterhaltungsmusik machte.
Die letzte Zeit seines Lebens verbrachte er auf seinem Tessiner Landsitz in Ronco bei Ascona,
wo er 1975 starb.
Ernst Fischers bis heute bekanntestes Werk, mit dem ihm seinerzeit der internationale
Durchbruch gelang, ist die 1937 unter Otto Dobrindt uraufgeführte Suite
Südlich der Alpen. Darin vereinen sich beispielhaft sämtliche
Vorzüge von Fischers Kompositionsstil: Eine zündende Melodik, gepaart mit
farbenreicher Harmonik, eine feinsinnige, sowohl klangprächtige als auch transparente
Instrumentierung sowie eine gelungene Verschmelzung klassischer und moderner Tanzrhythmen.
Bei den einzelnen Sätzen ließ sich Fischer vom mediterranen Flair norditalienischer
Städte und Landschaften inspirieren, deren sommerlich-heitere Stimmung er jeweils
musikalisch adäquat einfing. So verstand es Ernst Fischer stets, den lebensfrohen
und beschwingten Charakter seiner Musik mit hoher kompositorischer Qualität zu
verbinden: "Ich habe sie immer verteufelt ernst genommen, die heitere Muse."
nach oben
George Gershwin (1898–1937)
1935 war die Uraufführung der "Folk-Opera" "Porgy and Bess" in Boston und New York.
Vor der Arbeit an der Oper verbrachte Gershwin einen Sommer in Folly Island in der Nähe von Charleston (South Carolina),
um sich mit der afroamerikanischen Jazzmusik vertraut zu machen.
Mit "Porgy and Bess" schafft Gershwin die erste eigenständige nordamerikanische Oper.
Sie schildert das Leben von Afroamerikanern in Charleston/USA um 1870.
Die New York Times bezeichnete das Stück als "American Folk Opera", wodurch zum Ausdruck gebracht werden soll,
dass Gershwin viele Elemente amerikanischer Musik eingebracht hat
(jedoch ohne Originalmusik der afroamerikanischen Bewohner zu verwenden).
George Gershwin legte besonderen Wert darauf, mit "Porgy and Bess" kein Musical, sondern ein Oper komponiert zu haben,
und in der Tat steht das Stück sowohl durch die Verwendung der durchkomponierten Grossform
als auch wegen der realistischen Milieuzeichnung den Opern des Verismo (Menschen werden wirklichkeitsgetreu dargestellt) sehr nahe.
Dennoch steht das Stück durch die Verwendung der volkstümlich gewordenen Spritual-, Blues- und Jazz-Elemente stilistisch
an der Grenze zum Musical.
George Gershwin (1898–1937)
Der Amerikaner George Gershwin, 1898 in Brooklyn (New York) geboren, studierte Musik bei Rubin Goldmark und schuf bereits im Alter von 21 Jahren seine erste musikalische Komödie. Von Bigbandleader Paul Whiteman zu sinfonischem Jazz angeregt, komponierte Gershwin 1924 die Rhapsody in Blue für Klavier und Orchester, womit ihm der internationale Durchbruch gelang. In der Folgezeit entstanden 1925 das Klavierkonzert in F sowie 1928 die Orchesterfantasie Ein Amerikaner in Paris. Anfang der dreißiger Jahre traf Gershwin mit so berühmten Komponisten wie Strawinsky und Ravel zusammen. Zeit seines Lebens schuf er über zwanzig Bühnenwerke für den Broadway, darunter Lady Be Good und Girl Crazy. Als sein bedeutendstes Werk gilt seine 1935 entstandene Negeroper Porgy and Bess, deren Siegeszug um die Welt der Komponist jedoch nicht mehr erlebte: Gershwin starb 1937, nicht einmal vierzig Jahre alt, an einem Gehirntumor.
Das von dem Schweizer Komponisten Renato Bui arrangierte Rendezvous mit Gershwin vereinigt im Stile eines Potpourris Themen und Lieder aus einigen von Gershwins größten Erfolgen: Eingefaßt in die zwei markantesten musikalischen Gedanken aus der Rhapsody in Blue erklingen Ohrwürmer aus Bühnenwerken des Komponisten, darunter die Songs Embraceable You, I Got Rhythm, The Man I Love und Lady Be Good.
Walter Girnatis (1894-1981)
Der aus Posen stammende Walter Girnatis studierte Klavier und Gesang bei Emil Krause
in Hamburg. Später war er als Schauspielkapellmeister tätig und arbeitete als
Sachbearbeiter beim Hamburger Rundfunk.
Adolf Götz (*1938)
Adolf Götz wurde am 11. Dezember 1938 in Hersbruck (Mittelfranken) geboren.
Er begann früh eigenständig am Klavier, auf der Violine und dem Akkordeon zu musizieren.
Nach der Schule studierte er Klavier, Violine, Fagott, Komposition und Dirigieren, besitzt
ein Privatmusiklehrer-Diplom sowie die Künstlerische Reifeprüfung für das Fach Klavier.
1963 begann Adolf Götz ein Studium für das Lehramt Fachlehrer am Staatsinstitut in Augsburg
mit den Fächern Musik, Werken und Kunsterziehung und war ab 1969 Fachoberlehrer an der Staatlichen Realschule Hersbruck.
Seit 1955 arbeitete er als Privatmusiklehrer und von 1955 bis 1996 als Dirigent und Ausbilder des Hersbrucker Akkordeonorchesters.
Neben seinem Beruf unternahm er Konzertreisen in viele Städte und Länder Europas,
machte Rundfunkaufnahmen und Schallplatteneinspielungen,
errang mehrmals 1. Plätze bei nationalen oder internationalen Wettbewerben
und wirkte als Dozent an Workshops und Seminaren für Dirigenten, Musiklehrer und Studenten im In- und Ausland.
Zudem fungierte er als Juror bei nationalen und internationalen Wettbewerben für Akkordeon-Solo und für Akkordeon-Orchester.
Inzwischen besitzt er alle Auszeichnungen, die der Deutsche Harmonika Verband zu vergeben hat:
Von der goldenen Dirigentennadel bis zur Rudolf-Würthner-Medaille.
Mehrmals war er Preisträger bei Internationalen Kompositionswettbewerben.
1996 wurde ihm von Bundespräsident Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Der Komponist Adolf Götz beschreibt sein Werk "Schwabenstreiche" wie folgt:
„Die sagenumwobenen "Sieben Schwaben" und ihre Streiche haben mich zu den sieben Inspirationen
über das schwäbische Volkslied "Jetzt gang i ans Brünnele" angeregt.
Dabei sollen die unterschiedlichen Charaktere dieser bunt zusammengewürfelten Gruppe
durch möglichst vielgestaltige Verarbeitung des Volksliedes dargestellt werden.
Klugheit, Witz und Mut der einzelnen Figuren kommen in ausbrechenden Rhythmen und Taktwechseln,
stark differenzierter Dynamik und bunten Wechseln zwischen Soli und Tutti mit unterschiedlichen Registerklangfarben zum Ausdruck.
Das Liedthema wird in seiner kompletten Form erst in der 6. Version, quasi als Höhepunkt gebracht,
um zu zeigen, dass das Volkslied die Keimzelle für die verschiedenen Musikarten ist.“
nach oben
Friedrich Haag (1880-1959)
Friedrich Haag studierte Musiktheorie und Kunstgesang in München, war Kapellmeister
in Passau und seit 1910 Komponist und Lehrer für Gesang, Solorepetition und Klavier
in München.
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Der in Halle an der Saale geborene Georg Friedrich Händel war Schüler von
Friedrich Wilhelm Zachau, später Organist in seiner Heimatstadt sowie Cembalist
und Geiger an der Hamburger Oper. Er bereiste Italien, wo er die berühmtesten Musiker
seiner Zeit traf. 1710 wurde Händel Kapellmeister in Hannover. Zwei Jahre später
ließ er sich in England nieder, wo er 1759 starb und auf eigenen Wunsch in der Londoner
Westminster Abbey beigesetzt wurde. Händel komponierte Zeit seines Lebens über
vierzig Opern, mehr als 30 Oratorien, Kirchen- und Kammermusik sowie Cembalo- und
Orgelwerke.
Wie schon die über 30 Jahre zuvor entstandene Wassermusik war auch die
Feuerwerkmusik ursprünglich dazu bestimmt, unter freiem Himmel aufgeführt zu werden.
Händel komponierte sie zur musikalischen Begleitung eines Riesenfeuerwerks,
das König Georg II. anlässlich des Friedensschlusses von Aachen am 27. April 1749
im Londoner Green's Park veranstaltete. Während der Aufführung geriet jedoch das
Podest, auf dem die Feuerwerkskörper montiert waren, in Brand, so dass das Konzert
abgebrochen werden musste. Einen Monat später wiederholte Händel seine
Feuerwerksmusik mit großem Erfolg. In ihrem Aufbau entspricht die Komposition einer
typischen barocken Orchestersuite: Der mehrteiligen Ouvertüre folgen Tanz und
Charaktersätze, darunter ein mit "Der Friede" überschriebenes Largo und ein
Allegro mit dem Titel "Die Freude".
Georg Haider (*1965)
Der in Erding geborene Georg Haider studierte in Würzburg Fagott bei Eberhard Buschmann
und Georg Klütsch sowie Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck. Haider war
Fagottist und Kontrafagottist im Bayerischen Landesjugendorchester. Sein musikalisches
Schaffen umfasst etliche Orchesterwerke sowie vokale und instrumentale Kammermusik.
Bei der Komposition der 1999 entstandenen Todtentäntze ließ sich Georg Haider
von eine imaginären Kupferstich im Stile Albrecht Dürers inspirieren, der den
Komponisten zu der altertümlichen Schreibweise des Titels veranlasste. Das Bild,
das Haider vor seinem inneren Auge erschaute, trägt den Titel "Der Tod spielt Harmonika".
Nach Aussage des Komponisten zeigt es eine Eiche, an der eine Sense lehnt, und unweit
davon ein Gerippe, das mit seinen knochigen Fingern Akkordeon spielt. Eine andere
Betrachtungsweise des Werkes beschrieb Haider in Anlehnung an Wolfgang Borcherts
Theaterstück Draußen vor der Tür von 1946: Bei den
Todtentäntzen, so der Komponist, "wird sozusagen mit der Luft der letzten
Atemzüge ein riesiges Akkordeon gespielt. Wer es spielt, bleibt offen, aber er
spielt meist sehr laut."
Joseph Haydn (1732–1809)
Der Österreicher Joseph Haydn, Sohn eines armen Wagenbauers, wurde mit 14 Jahren Sängerknabe am Wiener Stephansdom, wo er praktischen Musikunterricht erhielt. Durch Privatstunden, die er sich als Tanzbodenmusikant und als „Musikdiener“ bei dem Komponisten Porpora verdiente, bildete er sich weiter und wurde 1759 Leiter einer gräflichen Kapelle in der Nähe von Pilsen. Seit 1761 zweiter Kapellmeister beim Fürsten Esterhazy in Eisenstadt, avancierte er dort im Jahre 1766 zum alleinigen Dirigenten. Nach der Auflösung der Kapelle 1790 verbrachte er seinen Lebensabend – unterbrochen durch zwei mehrjährige Londonaufenthalte – in Wien. Als einer der Mitbegründer der Wiener Klassik schuf Haydn bedeutende Werke in allen Stilrichtungen. So komponierte er 104 Sinfonien, alle Arten von Kammermusik, Konzerte, Opern und Oratorien, geistliche Werke und Lieder.
Die 1768 vollendete Sinfonia Nr. 39 g-moll entstammt Haydns früher Schaffensperiode, in der er – ausgehend von den sogenannten Wiener Vorklassikern – allmählich zu einer eigenständigen, von Erfindungsreichtum getragenen, sinfonischen Gestaltung gelangte. Ganz im Stil des „Sturm und Drang“ treibt der unruhige Kopfsatz in stetigem Achtel-Pochen dahin, auch im Seitensatz von seinem charakteristisch drängenden einzigen Thema geprägt. Die beiden Mittelsätze bringen demgegenüber eine intermezzohafte Entspannung. Das Finale schließlich knüpft mit bizarren Sprüngen nahtlos an die Stimmung des Kopfsatzes an und bewegt sich mit seiner Exposition fast ausnahmslos im Forte. Lediglich der Anfang der ansonsten recht dramatischen Durchführung bringt eine Piano-Atempause.
Hugo Herrmann (1896-1967)
Hugo Herrmann, 1896 in Ravensburg geboren, studierte in Stuttgart und Berlin
Komposition bei Gmeindl und Schreker. In den Jahren 1919-1932 war er Musiklehrer,
Organist und Chorleiter in Balingen und Ludwigsburg, ging anschließend als
Organist nach Detroit (Michigan), wurde Chorleiter in Reutlingen und schrieb
Auftragswerke für das Staatstheater Wiesbaden. Von 1935-1962 leitete er,
seit 1949 als Professor, die Städtische Musikschule Trossingen
(das heutige Hohner-Konservatorium). Herrmann gehörte zum Donaueschinger Kreis
um Paul Hindemith, wirkte in den dreißiger Jahren maßgeblich an den
Donaueschinger Musiktagen und nach dem Zweiten Weltkrieg an den neubegründeten
Trossinger Musiktagen mit. 1953 zählte er zu den Gründervätern des
Deutschen Akkordeonlehrer-Verbandes. Hugo Herrmann, der 1927 die erste
Akkordeon-Originalkomposition - Sieben neue Spielmusiken für Akkordeon - schrieb,
trug mit seinem musikalischen Schaffen maßgeblich zur Förderung einer
eigenständigen Solo- und Orchesterliteratur für das Akkordeon bei.
Hugo Herrmanns bis heute erfolgreichstes Werk für Akkordeonorchester ist die 1945
bei den ersten Trossinger Musiktagen uraufgeführte Pastorale française
aus dem Zyklus Tönende Landschaften. In den einzelnen Sätzen schuf
Herrmann, vor allem durch den Einsatz folkloristischer Mittel, charakteristische
"Bilder aus Frankreich" (so der Untertitel der Komposition): Die Idylle eines
Jardin d'amour und die Weinlese in der Provence, die stille Schönheit einer
Kathedrale und die Ruhe eines Anglers in freier Natur, ferner Stimmungseindrücke
von den Städten Versailles und Paris.
Stefan Hippe (*1966)
Stefan Hippe, 1966 in Nürnberg geboren, studierte dort Akkordeon bei Willi Münch und Irene Kauper,
sowie an der Würzburger Hochschule für Musik Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck,
außerdem Dirigieren bei Günther Wich. Für seine Kompositionen erhielt Hippe diverse Kompositionspreise,
darunter einen 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb der Sommerlichen Musikakademie Hitzacker 1994 für sein 2. Streichquartett. 1997 bekam er ein halbjähriges Stipendium an der Cit&eecute; internationale des Arts in Paris zugesprochen und erhielt 1998 den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg, sowie im Jahre 2000 den Bayerischen Förderungspreis für junge Künstler. Im gleichen Jahr wurde in der Nürnberger Tafelhalle seine Oper A Lady DIes, ein Auftragswerk der Stadt
zum 950jährigen Stadtjubiläum, uraufgeführt. Als Solist, Ensemblemitglied und Dirigent wirkte er bei zahlreichen Aufführungen (darunter 45 Uraufführungen) zeitgenössischer Musik mit. Außerdem führten ihn Konzertreisen
nach Ungarn, Polen, Griechenland, Frankreich, die Tschechische Republik, Kanada, USA, Rußland und Weißrußland. Seit 1999 unterrichtet er an der Musikschule Nürnberg Akkordeon und Komposition.
Ausdrucksorte ist - wie alle anderen Satzüberschriften auch - der Titel eines Gedichtes von Gerhard Falkner, dem Lyriker, mit dem der Komponist zur gleichen Zeit an der gemeinsamen Oper A Lady DIes arbeitete. Sie sind einem Lyrikband entnommen, der im Suhrkamp-Verlag unter dem Titel X-te Person Einzahl, als Taschenbuch erschienen ist. Es handelt sich in diesem Stück um keine Vertonung der Gedichte. Vielmehr, so Hippe, verdanke er den Vorlagen Inspiration für formale und musikalische Ideen. Formal kann man das Stück als Konzert begreifen. Im ersten Satz spielen vier Solisten kontrapunktisch zum Orchester. Die Soli bauen beständig vierstimmige Moll-Sept-Akkorde auf, die durch Unisono-Einwürfe des restlichen Orchesters kommentiert werden. Im nächsten Satz ist das Kontrastmoment ein sehr schnell spielendes Solisten-Trio mit einem statische Akkorde aushaltenden Orchester. Im darauffolgenden Intermezzo, dem ersten von dreien, bedienen die Solisten Knackfrösche. So soll die schwer verdauliche harmonische Klangwelt des Werkes aufgelockert werden. Der nächste Satz ausdrucksorte ist der einzige Satz ohne Solo, der in seinem instrumentalen Klang an Musik der russisch-orthodoxen Kirche erinnert. Der vierte Satz bringt einen Solisten mit dem Orchester zusammen, während der letzte, sehr vitale Satz am Ende mit zweien aufwartet.
Stefan Hippe (*1966)
Die 1993 entstandene Komposition des 1966 geborenen Stefan Hippe
schildert in ihrem musikalischen Verlauf die größte Naturkatastrophe der
Sundainsel Krakatau (Krakatao), die im Jahre 1883 durch den
Ausbruch des auf ihr befindlichen Vulkans Rakata größtenteils in die
Luft gesprengt wurde, wodurch annähernd 60.000 Menschen ums Leben kamen.
Kompositorische Keimzelle des Werkes ist das von Hippe vertonte
Hölderlin-Gedicht Hälfte des Lebens aus der 1990 enstandenen
Komposition Jusques à la mort, einem Liederzyklus für Altstimme
und Klavier, dessen motivisches Material Hippe auch der drei Jahre später
entstandenen Auftragskomposition Krakatao zugrundegelegt hat.
Waldram Hollfelder (*1924)
Johann Pachelbel (1653-1706) war ein bedeutender Komponist des Barock.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist wirkte Pachelbel als Organist u. a. in Wien, Eisenach, Erfurt,
Stuttgart, Gotha und ab 1695 an der Sebalduskirche in Nürnberg.
Waldram Hollfelder, geboren in Markt Erlbach, studierte nach dem Abitur am Konservatorium
in Nürnberg Klavier und Komposition bei Willi Sprilling. Er ist Mitglied im Präsidium des
Bayerischen Musikrates sowie Repräsentant des Interessenverbandes Deutscher Komponisten für Nordbayern. nach oben
Wolfgang Jacobi (1894-1972)
Wolfgang Jacobi, der zeitlebens viele Werke für Akkordeonorchester schrieb,
verarbeitet hier in drei kurzen Sätzen charakteristische Tanzweisen aus Norddeutschland.
Wolfgang Jacobi (1894-1972)
Wolfgang Jacobi studierte Theorie und Komposition an der Berliner Musikhochschule
und war seit 1949 Professor an der Musikhochschule München.
Wolfgang Jacobi (1894-1972)
Wolfgang Jacobi, in Bergen auf Rügen geboren, studierte an der Berliner Musikhochschule
Komposition bei Friedrich Koch. Neben Auftragswerken für die Berliner Funkstunde
fand er vor allem mit seinem Konzert für Cembalo und Orchester (1927)
internationale Beachtung. Von den Nationalsozialisten als "Halbjude" eingestuft, wurde
Jacobi 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mit Berufsverbot belegt. Nach dem Krieg
wurde er Professor an der Münchner Hochschule für Musik und war maßgeblich
am kulturpolitischen Wiederaufbau der Stadt beteiligt. Als Komponist konnte Jacobi jedoch
nicht mehr an seine Erfolge vor dem Krieg anknüpfen. Nicht zuletzt deshalb widmete er
sich seit Mitte der fünfziger Jahre zunehmend der Musik für Akkordeon.
So schuf Jacobi bis zu seinem Tode viele Originalkompositionen, die bis heute zu den
Standardwerken der Akkordeonsolo- und orchesterliteratur zählen.
Als eines der bekanntesten Werke von Wolfgang Jacobi stellt die 1965 unter Dietmar Walther
uraufgeführte Sinfonische Suite für Akkordeon-Orchester ein anschauliches
Beispiel für die neoklassizistische Tonsprache des Komponisten dar. Bei diesem Werk
bearbeitete Jacobi seine bereits 1932 entstandene Gretry-Suite für
Akkordeonorchester. Von den Melodien des Opernkomponisten Andre-Modeste Gretry (1741-1813)
"übernahm ich vier bis acht Takte und führte diese in thematischer und
symphonischer Arbeit weiter", schrieb Jacobi. "Durch polyphone Stimmen, Engführungen,
selbständige Gegenstimmen erhielten die Melodien stärkere Substanz und Plastik.
Mehrere Melodien verband ich miteinander und schuf dadurch größere Tanzformen."
nach oben
Gustav Kneip (1905–1992)
Der 1905 in Beningen (Lothringen) geborene Gustav Kneip studierte Musik bei Unger und Abendroth an der Musikhochschule Köln. Im Jahre 1924 wurde er Theaterkapellmeister in Bonn, 1927 übernahm er diverse Tätigkeiten beim Rundfunk. Seit 1951 arbeitete er als freischaffender Komponist.
Paul Kühmstedt (1908-1996)
Paul Kühmstedt studierte in München u. a. bei Bach, Müller-Prem und
Röhr Klavier, Komposition und Dirigieren, war danach Korrepetitor in Ulm, Memmingen,
Kaiserslautern und Bad Tölz, später Musiklehrer und Chorleiter in Heidenheim.
Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er die Stuttgarter Operette und die Kammerspiele Heidenheim,
von 1954-1975 die Stadtkapelle Ulm-Söflingen. Paul Kühmstedts musikalisches Schaffen
umfasst zahlreiche Lieder und Chöre, Sing- und Märchenspiele sowie Werke für
großes Orchester. Im Bereich der Kompositionen für Akkordeonorchester machte sich
Kühmstedt vor allem mit seiner im Jahre 1955 preisgekrönten Musik für
doppelchöriges Akkordeonorchester einen Namen.
Paul Kühmstedt verbindet in seiner 1972 komponierten, dreiteilig angelegten Ballettszene
zwei traditionelle spanische Tänze miteinander: Die im frühen 19. Jahrhundert
aufgekommene, nach der kubanischen Hauptstadt Havanna benannte Habanera - ein Tanz im ruhigen
Zweivierteltakt - und eine in der spanischen Provinz Malaga beheimatete Ausprägung des
Fandango, der Malagueña - ein schneller Tanz im Dreivierteltakt mit Kastagnettenbegleitung,
dessen Thema über einem ostinaten Harmoniegerüst in vielfältiger Weise
abgewandelt wird.
Paul Kühmstedt (1908-1996)
Paul Kühmstedt war ein deutscher Komponist, Dirigent und Musiker.
Die ersten Kontakte mit der Musik bekam er über seinen Vater und später im Violin-, Klavier- und Orgelunterricht.
Er absolvierte sein Musikstudium an der Staatlichen Akademie in München.
Nach seinem Studium wirkte er zunächst als Korrepetitor und Kapellmeister.
Ab 1934 betätigte er sich als freischaffender Komponist, Musiklehrer und Dirigent.
Ein Triptychon (von griech.: triptychos - dreiteilig) ist ein Bildwerk auf einer festen und zwei mit
Scharnieren daran befestigten klappbaren Tafeln. Die Form ist typisch für gotische Altarbilder.
Sowohl dort als auch bei späteren Triptychen in Kunst und Literatur besteht eine innere,
oft verschlüsselte Beziehung zwischen den drei Darstellungen.
nach oben
Darius Milhaud (1892-1974)
Das Gesamtwerk des französischen Komponisten Darius Mihaud scheint
unüberschaubar. Es umfaßt eine Fülle der verschiedensten
musikalischen Gattungen, der Komponist ist in jeder Technik ohne größere
Probleme zu Hause. Milhauds Werkkatalog zählt etwa 450 Arbeiten.
Die Suite Saudades do Brasil (Erinnerungen an Brasilien), mit
der er einige Stadteile von Rio de Janeiro musikalisch beschreibt, enstand
in den Jahren 1920/21. Zunächst hatte Milhaud nur eine Klavierfassung
erstellt, die er anschließend auch für Orchester bearbeitete.
Es ist eine Sammlung von Tanzeindrücken aus Brasilien; private Erinnerungen
an Ortschaften oder an Personen evozierten tänzerische Bewegungen,
Rhythmen südamerikanischer Unterhaltungsmusik. nach oben
Gioacchino Rossini (1792-1868)
Gioacchino Rossini, 1792 in Pesaro geboren, studierte in Bologna und Lugo Komposition
und Gesang und erhielt bereits als Achtzehnjähriger zahlreiche Kompositionsaufträge.
Als 1815 der neapolitanische Theatermann Domenico Barbaja sich des jungen Komponisten annahm
und ihn verpflichtete, jährlich zwei Opern zu schreiben, begann Rossinis musikalische
"Massenproduktion": So schrieb er in nur 13 Jahren 33 Opern, darunter so bekannte wie
Die seidene Leiter, Die Italienerin in Algier oder Der Barbier von Sevilla.
Nachdem er 1829 in Paris zum Ersten königlichen Komponisten ernannt worden war,
erlosch jedoch seine schöpferische Tätigkeit. Von da an widmete er sich ganz den
geistigen und leiblichen Freuden des Lebens, wurde 1839 Direktor des Liceo Musicale in
Bologna und verbrachte den Rest seines Lebens in seiner Villa in Passy, wo er berühmte
Gäste empfing, darunter 1860 Richard Wagner und 1866 Franz Liszt.
Rossinis Ouvertüre zu seiner 1829 in Paris uraufgeführten Oper Wilhelm Tell
ist nicht nur die letzte, sondern auch die reifste unter seinen zahlreichen
Ouvertüren - nimmt sie doch als einzige in programmatischer Weise Handlungsmomente
aus der nachfolgenden Bühnenhandlung vorweg: Nach einer idyllischen Einleitung,
die im Nachhinein aber auch als Ruhe vor dem Sturm verstanden werden kann,
folgt die musikalisch-naturalistische Schilderung eines brausenden Gewitters,
das auch die Stimmung der unterdrückten Bauern treffend widerspiegelt.
Schweizer Lokalkolorit herrscht im anschließenden dritten Teil vor,
worin das einfache Leben der Bauern in der Alm- und Bergwelt besungen wird,
bevor der galoppartige Freiheitsmarsch die Ouvertüre in einen triumphalen
Abschluss münden lässt.
nach oben
Dimitri Schostakowitsch (1906-1975)
Schostakowitschs erste Ballett-Suite von 1949 ist eine Zusammenstellung von Tänzen
aus den verschiedenen Balletten, die in den Jahren 1929-35 entstanden.
Da bis heute nicht ganz geklärt ist, inwieweit der Komponist an der Erstellung
dieser Suite beteiligt war, gehört sie (wie auch die Ballett-Suiten Nr. 2-4)
zu jenen Werken Schostakowitschs, die keine Opusnummern besitzen.
Johann Strauss (1825-1899)
In der Ouvertüre zu seiner 1885 uraufgeführten Operette "Der Zigeunerbaron"
verbindet Strauss auf höchst gelungene Weise einige der zentralen Melodien des Werkes
nach der Art eines Potpourris miteinander. Dabei fing er den "ungarischen Geist" so
überzeugend ein, dass das Hauptthema der Ouvertüre in einem Wettbewerb für
eine neue ungarische Nationalhymne den ersten Preis errang und nur deshalb nicht
ausgewählt werden konnte, weil Strauss Österreicher war.
Igor Strawinsky (1882-1971)
Igor Fjodorowitsch Strawinsky, in Oranienbaum bei St. Petersburg geboren,
studierte Musik bei Nikolai Rimski-Korsakow. Von 1910 an ließ er sich in Paris nieder,
ging vier Jahre später in die Schweiz und 1920 wieder nach Frankreich zurück.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte er in die USA und wurde nach Kriegsende
amerikanischer Staatsbürger. In den fünfziger Jahren reiste er wieder nach Europa,
besuchte 1963 seine alte Heimat und starb schließlich hochbetagt 1971 in seiner Wahlheimat
New York. Als musikalischer Weltbürger bediente sich Strawinsky von der Musik
seiner russischen Heimat über Jazz, Impressionismus und Expressionismus bis hin
zum Neoklassizismus aller erdenklichen Stile, denen er jedoch stets seine persönliche Note
verlieh. Er komponierte Ballette, Opern und Oratorien, Klavier- und Violinkonzerte, Sinfonien,
Kantaten und Kammermusik.
Die in den USA entstandene Circus Polka war eine Auftragsarbeit für den Zirkus
Barnum & Bailey. Dieser bat 1942 den Choreographen Balachine, der eng mit Strawinsky
zusammenarbeitete, um ein Ballett für einen Elefanten, wobei er ihm die Wahl des
Komponisten freistellte. Bei der Uraufführung im New Yorker Madison Square Garden
traten fünf von Ballerinen berittene Elefanten auf; den Solopart tanzte die
Elefantendame Modoc.
nach oben
Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Peter Tschaikowsky begann mit der Komposition des Capriccio Italien,
als er sich im Winter 1879/80 in Rom aufhielt. Das im Jahre 1880 unter Rubinstein
uraufgeführte Werk verbindet in rhapsodischer Form verschiedene italienische
Volksweisen miteinander. Das musikalische Material dazu fand Tschaikowsky sozusagen
"in Sammlungen auf der Strasse"; von der Fanfare zu Beginn des Stückes
z. B. heißt es, dass sie von einem Hornsignal aus der neben dem Hotel des
Komponisten gelegenen Kavalleriekaserne herrühre.
Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Peter Iljitsch Tschaikowsky studierte Musik bei Nikolai Rubinstein am St. Petersburger
Konservatorium und wurde anschließend Lehrer für Musiktheorie. Im Jahre 1876
reiste er zu den Bayreuther Festspielen, wo er die Uraufführung von Wagners
Ring des Nibelungen miterlebte. Von 1878 an widmete er sich vorwiegend der
Komposition, bereiste Frankreich, Italien, Amerika und auch Berlin, wo er das neu
gegründete Berliner Philharmonische Orchester dirigierte. Wenige Tage nach der
Uraufführung seiner sechsten Sinfonie starb er 52jährig in St. Petersburg an
der Cholera. Als einer der vielseitigsten Komponisten der Spätromantik schuf
Tschaikowsky Werke nahezu aller Stilrichtungen: So komponierte er sechs Sinfonien,
sinfonische Dichtungen, Violin- und Klavierkonzerte, Ballette sowie etliche Opern,
von denen Eugen Onegin die weiteste Verbreitung fand.
Tschaikowskys 1879 in Moskau uraufgeführte Oper Eugen Onegin spielt auf
einem Landgut in St. Petersburg um das Jahr 1825. Im zweiten Akt veranstaltet die
Gutsbesitzerin Larina einen Hausball, dem der schwungvolle Walzer entstammt.
Er zählt, wie die berühmte Polonaise zu Beginn des dritten Aktes,
zur glanzvollsten Musik der gesamten Oper.
nach oben
Andrew Lloyd Webber (*1948)
Andrew Lloyd Webber wurde am 22. März 1948 als Sohn eines Kirchenmusikwissenschaftlers in London, Großbritannien, geboren. Neben einer privaten Schulausbildung genoss Andrew Lloyd Webber schon frühzeitig Unterricht in Klavier und Violine.
1968 debütierte Webber mit seiner ersten Musical-Komposition "Joseph“.
Ihm wurde die Ehre zuteil, als erster Komponist von der "American Society of Composers, Authors and Publishers"
mit dem Triple Play-Preis ausgezeichnet zu werden.
Im Jahr 1988 wurde Webber Mitglied des "Royal College of Music", im Jahr 1992 schlug ihn Queen Elizabeth II.
für seine Verdienste um die Kunst zum Ritter und im Jahr 1997 erhob sie ihn zum Lord.
Der Brite behauptet sich seit nun fast vier Jahrzehnten als international anerkannter Musicalkomponist.
Andrew Lloyd Webber feiert mit Musicals wie "Jesus Christ Superstar", "Das Phantom der Oper" und "Cats" bis heute Welterfolge.
Neben seinem künstlerischen Schaffen als Komponist, Autor und Regisseur
gelingt ihm zugleich als Produzent und Unternehmer auch die international erfolgreiche Verwertung seiner Stücke.
Für sein Schaffen wurde Andrew Lloyd Webber mit den bedeutendsten Preisen bedacht,
darunter mit dem "Oscar", mehreren "Tony Awards", "Golden Globes" und "Grammy Awards".
Andrew Lloyd Webber ist der erste Produzent, von dem gleichzeitig drei Musicals in New York und drei in London gespielt wurden.
Diesen Rekord erzielte er in den Jahren 1982, 1988 und 1994.
Insbesondere "Cats" entwickelte sich bis Ende der 1990er Jahre zum Broadway-Stück mit der längsten Spieldauer.
Nach seiner Uraufführung am 11. Mai 1981 in Londons West End im New London Theatre
wurde das Musical dort insgesamt genau 21 Jahre lang gespielt.
Damit war Cats gleichzeitig das am längsten gespielte Werk in der Geschichte des britischen Musicals.
Der Text des Musicals basiert auf einer für Kinder geschriebenen, 1939 in England erschienenen Gedichtsammlung von T. S. Eliot.
Ralph Vaughan Williams (1872-1958)
Ralph Vaughan Williams gehört zu den bedeutendsten britischen Komponisten und international zu den wichtigsten
Symphonikern dieses Jahrhunderts. Er entstammte einer angesehenen Anwaltsfamilie und sein Grossonkel Charles
war kein Geringerer als der berühmte Charles Darwin.
1890 nahm der junge Mann ein Musikstudium am Royal College of Music auf.
Um Erfahrungen beim Komponieren zu sammeln, ging Williams 1897 nach Berlin und nahm Privatstunden bei Ma Bruch.
Um 1900 bgann er, angeregt durch Cecil Sharp, dem Gründer der English Folk Music Society, sich mit der Volksmusik
seiner Heimat zu beschäftigen. Er suchte nach Quellen der Volksmusik, notierte Stücke, die noch nirgnds festgehalten waren
und sammelte zwischen 1903 und 1913 über 800 Lieder und Varianten.
Etwas, was zur Inspirationsquelle in zahlreichen seiner Kompositionen wurde.
1908 befasste er sich in einem dreimonatigem Studium bei Maurice Ravel vornehmlich mit Orchestrierung.
1923 komponierte er die dreisätzige Folk Song-Suite für Militärkapelle. Sie gehört zu den "Klassikern" des Repertoires
für sinfonisches Blasorchester.
nach oben
Impressum: Matthias Hemmje, Angelika Spitzner
aus: Suite Espagñola
Sevilla - Cadiz - Aragón
Thema und 7 Variationen
gespielt wie eine Irische Volksweise
Konzert für Trompete und Orchester
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur
Allegro – Cadenza – Allegro
Adagio
Grazer Variationen
Ouvertüre zu "Die Geschöpfe des Prometheus"
Ouvertüre zu "Candide"
Variationen über ein Thema von Joseph Haydn
Ungarische Tänze Nr. 1, 3, 5 und 6
Preludes
VIII. La Fille aux cheveux de lin -
XI. La Danse de Puck -
X. La Cathedrale engloutie
Ballade für Akkordeonorchester
Slawische Skizze
Pastorale - Tanz
Varianten
Werziade II
Die 1983 komponierte Werziade II ist Teil eines vierteiligen "Werziaden-Zyklus",
der in einem Zeitraum von über 20 Jahren entstand und Doblers langjährigem
Freund Herbert Werz gewidmet ist. Als dieser seinerzeit beabsichtigte, aus seinem
damaligen Akkordeonorchester auszuscheiden, schuf Dobler ein musikalisches
Charakterportrait seines Freundes, bei dessen Titel er den Namen "Werz" mit dem
schwäbischen Abschiedsgruss "ade" zur Werziade verband.
aus: Serenade für Streichorchester in E-Dur, op. 22
Moderato - Larghetto - Finale. Allegro Vivace
Südlich der Alpen
In einer Hafenstadt - Terrasse am Meer - Blumen-Corso - Tarantella
Porgy and Bess
Konzertsuite für Akkordeonorchester
Rendezvous mit Gershwin
Partita
Toccata - Rigaudon - Sarabande - Forlana
Walter Girnatis' Partita - anlässlich der Trossinger Musiktage 1956 unter
Rudolf Würthner mit dem Orchester des Hauses Hohner uraufgeführt - gehört
zu den Werken, die im Komponistenwettbewerb der Edition Hohner 1955 preisgekrönt wurden.
Die viersätzige Komposition stellt nach einer einleitenden Toccata mehrere
Volkstänze unterschiedlicher Herkunft in reizvolle Kontrast nebeneinander:
Einen französischen Rigaudon, eine spanische Sarabande und eine aus der
italienischen Provinz Friaul stammende Forlana.
Schwabenstreiche
Rhapsodischer Walzer Nr. 1
Haag schuf mit dem Rhapsodischen Walzer Nr. 1 die erste Originalkomposition
für Akkordeonorchester und gab damit den Anstoß zur Entstehung einer
eigenständigen Akkordeon-Orchesterliteratur. Der 1933 unter Hermann Schittenhelm
uraufgeführte Konzertwalzer bildet somit einen reizvollen Kontrast zu
Strübings Komposition Im Schutz der Dunkelheit... aus dem Jahre 1997.
Feuerwerksmusik
Ouverture - Bourree - La Paix - La Rejouissance
Todtentäntze
Drei Bagatellen für Akkordeonorchester
Streng und unerbittlich - Zügig, aber gehalten - Sehr gefasst, aber nicht zögerlich
Sinfonia Nr. 39 g-moll
Allegro assai – Andante – Menuett – Finale
Pastorale française
Idylle - Tambourin - Sarabande - Capriccio - Intermezzo - Quodlibet
Ausdrucksorte
Fünf konzertante Stücke für Akkordeonorchester mit vier obligaten Soli
A+B - patio de los naranjas - ausdrucksorte - zerstreute strophe - Grüner Pfeffer
Krakatao
Variationen über ein Thema von Johann Pachelbel
Die Variationen führen das Thema von Pachelbel nacheinander durch vielfältige melodische, harmonische und rhythmische Abwandlungen.
Verändert wurden in den 7 Variationen Tempo, Tonart, Tongeschlecht, Melodie, Rhythmus, Begleitung, Harmonik und Klangfarbe.
Niederdeutsche Volkstänze
Bummelschott'sch - Schwedisch Schott'sch - Schüddebüx
Sinfonietta
Mit der 1969 veröffentlichten Sinfonietta, einer Orchesterfassung der ein Jahr
zuvor entstandenen Musik für Akkordeon-Solo, schuf Jacobi eine Komposition,
die sich formal an die viersätzige klassische Sinfonie anlehnt, inhaltlich jedoch
in den einzelnen Sätzen eine äußerst komplexe tonale Struktur aufweist.
Sinfonische Suite
Introduzione - Gavotta con Arietta - Arioso - Menuetto maestoso - Gigue
Bretonische Aquarelle
Bretonischer Frühling am Meer - Gesang im Rosengarten - Tambourin - Bretonischer Tanz
Der Komponist, der unter anderem 1940 auch die Oper Bretonische Hochzeit schrieb, setzte als Einführung zu seinem Werk folgenden Text voran: „Gelegentlich eines Besuches lernte ich die Bretagne mit ihrer eigenartigen und schwermütigen Landschaft kennen. Sie gab mir die Anregung, diese Eindrücke in musikalische Form zu kleiden. Ich benutzte dazu bretonisch-französische Volkslied- und Tanzweisen, die ich zum Teil dort hörte.“ Kneip hat dies in vier Sätzen umgesetzt, die alle sehr verschwenderisch mit musikalischem Material umgehen. Dies macht es dem Zuhörer mitunter nicht leicht, dem musikalischen Verlauf des Werkes zu folgen, da bereits nach kürzester Zeit musikalische Stimmungen und Tempi verändert werden. Dominierend bleibt der Eindruck einer lebhaften und feingliedrigen Musik.
Habanera und Malagueña
Triptychon
aus: Saudades do Brasil
Ouverture - Sorocaba - Botafogo - Ipanema - Leme - Copacabana - Laranjeiras - Paysandu
1892 in Aix-en-Provence geboren, traf Milhaud als junger Komponist in erster
Linie auf eine musikalische Haltung, die, nicht zuletzt politisch motiviert,
ein Gegengewicht zur deutschen Wagnernachfolge aufzubauen suchte. Strawinskys
neoklassizistischer Stil, die ironischen Mittel eines Erik Satie und freilich
nicht zuletzt die impressionisstischen Techniken von
Debussy und Ravel wiesen den Weg.
Während des ersten Weltkrieges war
Milhaud aus gesundheitlichen Gründen vom Militärdienst befreit,
1916 ging er mit dem Schriftsteller Paul Claudel, mit dem er bis dahin
schon mehrfach künstlerisch zusammengearbeitet hatte, nach Rio de
Janeiro. Die in Brasilien aufgenommenen Eindrücke übten auf seine
weitere Entwicklung einen bedeutenden Einfluß aus. Die genaue Kenntnis
der südamerikanischen Tanzmusik wurde für Milhaud in den 20er
Jahren zu einem Stützpfeiler seiner musikalischen Ausdrucksmittel.
Milhaud benutzt diese Rhythmen als Baßmuster, die zumeist unverändert
oder mit nur geringen Modifikationen über ein Stück hinweg durchgehalten
sind. Die Tonalität wird hierbei in bewußt schlichter Eindeutigkeit
fixiert. Im Verhältnis zur Melodie aber sind reichlich die Möglichkeiten
der Polytonalität ausgenutzt.
Doch Milhaud achtet hörbar darauf,
daß die Beimischung fremder Tonarten nicht als willkürliche
Irritation verstanden wird, nicht als persiflierender Eingriff, sondern
daß sich stets eine geschärfte Harmonie ergibt, die mit dem
Baß zusammen als gleichsam übertonale Gesamtheit gehört
wird. Terzverhältnisse zwischen den Tonarten spielen deshalb eine
zentrale Rolle, ebenso die Parallelbewegungen von Klängen. Hierdurch
werden Registerwirkungen erzeugt, Klangverfahren, die dem Impressionismus
abgelauscht sind.
Spürbar bleibt die Freude an den neuen harmonischen Reizen, ein
Vergnügen am verfeinerten Hören. Dies aber steht durchaus nicht
im Widerspruch zum spontanen Ansprechen der südamerikainschen Rhytmen.
(aus:Tanzimporte von Reinhard Schulz)
Ouvertüre zu "Wilhelm Tell"
Ballett-Suite Nr. 1
Lyrischer Walzer - Tanz - Romanze - Spieluhren-Walzer - Galopp
Ouvertüre zu "Der Zigeunerbaron"
Circus Polka
komponiert für einen jungen Elefanten
Capriccio Italien
Walzer aus "Eugen Onegin"
Cats
English Folk Song Suite
Seventeen come Sunday (March) - My Bonny Boy (Intermezzo) - Folk Songs from Somerset (March)
Copyright 1997: Landes-Akkordeon-Orchester Hessen